Verlustangst
Er/Sie hat Verlustangst
…und daran erkennst Du es💫
Verlustangst zeigt sich in kleinen Reaktionen, belastenden Gedanken und in innerer Anspannung.
Und oft verstehen wir sie erst, wenn wir wissen, woher sie kommt.❤️🩹
1. Nähe fühlt sich gleichzeitig schön und bedrohlich an.
Die Person wünscht sich Verbindung und hat gleichzeitig Angst, sie zu verlieren. Das führt zu innerem Hin-und-Her:
klammern oder zurückziehen?
2. Starke Reaktionen auf kleine Veränderungen.
Sei es eine spätere Antwort, ein veränderter Ton oder weniger Nähe als sonst.
Für andere sind es Kleinigkeiten - doch für jemanden mit Verlustangst ein innerer Alarm.
3. Das Bedürfnis nach Bestätigung ist hoch.
Nicht aus Manipulation. Sondern aus Angst.
Die Angst, ersetzt zu werden, nicht wichtig genug zu sein oder wieder allein zu bleiben.
4. Eifersucht oder Kontrollimpulse tauchen auf.
Nicht, weil die Person misstrauisch ist, sondern weil ihr Nervensystem Sicherheit sucht.
Kontrolle wird hier unbewusst mit Halt verwechselt.
5. Eigene Bedürfnisse werden oft zurückgestellt.
Aus Angst, „zu viel“ zu sein und/oder den anderen zu verlieren.
Das innere Kind glaubt:
„Wenn ich mich anpasse, bleibst Du.“
💛 Woher kommt Verlustangst?
Fast immer aus frühen Erfahrungen:
z.B. emotionale Abwesenheit, Trennungen, instabile Bezugspersonen oder das Gefühl, Liebe sei nicht verlässlich.
Das innere Kind hat gelernt:
„Ich muss wachsam sein, um nicht verlassen zu werden.“
🌿
Verlustangst ist kein Makel. Sie ist ein Schutz. Ein Versuch, Nähe festzuhalten, weil sie früher unsicher war.
Die Heilung kann beginnen, wenn die Sicherheit nicht länger vom Außen abhängig gemacht wird, sondern im Inneren wächst. Wenn das Innere Kind mit seinem Schmerz gesehen wird.
Nicht durch mehr Kontrolle oder durch mehr Anpassen.
Sondern durch innere Stabilität, Selbstbindung und echte Selbstannahme.
Denn Liebe wird nicht sicher, wenn wir sie festhalten.
Sondern wenn wir lernen, uns selbst zu halten. 🤍